Geschichte der Belair Airlines

28.10.2017

Geschichte der Belair Airlines

Im Herbst 2001 ist für die Verantwortlichen für des Reisekonzerns Hotelplan klar, dass mit dem Ende der Swissair, bzw. den Airlinebetrieben der SAir-Group, auch das Ende der Charter-Gesellschaft Balair eingeläutet ist. Exklusiv für Hotelplan, ESCO-Reisen und M-travel wurden auf Mittel- und Kurzstrecken zwei Boeing 757-200 betrieben und verfügte über zwei Boeing 767-300 für Langstrecken.

 

Aus Balair wird Belair

Die Verantwortlichen reagieren sehr schnell und gründen unter der Bezeichnung Belair eine neue Charterairline. Diese geringfügige Namensänderung macht es möglich, die beiden (Hotelplan-) eigenen Boeing 757 mit einem sehr geringen Aufwand umzubemalen. Von der Balair können 120 Angestellte übernommen werden. Die Flieger bleiben nur kurz am Boden und heben nach Erteilung der BAZL-Bewilligung bereits am 3. November 2001 zum ersten kommerziellen Flug ab. Die Flüge der beiden Maschinen führen hauptsächlich zu Badeorten am Mittelmeer und im nördlichen Afrika.

Ab Winterflugplan 2002 wird zuätzlich eine 'neue' Boeing 767-300 für Langstreckeneinsätze (u.a. Malediven, Asien) eingesetzt.

 

Übernahme durch Air Berlin

Das Belair-Management und die Eigentümer suchten schon seit einiger Zeit nach Lösungen, um auf dem umkämpften Chartermarkt, der durch das Aufkommen der Low-Fare-Airlines noch verschärft wurde, weiterhin überleben zu können. Ende März 2007 wird bekannt, dass Hotelplan 49 % der Aktien an die deutsche Air Berlin verkauft. In enger Kooperation soll vorallem die zum Teil magere Belair-Auslastung verbessert werden. Ausserdem kann Belair diverse Destinationen anfliegen, die der Air Berlin verwehrt sind. Die ersten Auswirkungen sind bereits ab Beginn Winterflugplan 2007/08 spürbar.

Die beiden Boeing 757-2G5 ER wurden bis Ende 2007 zudem in Air Berlin-Farben umbemalt und die Flüge als Air Berlin "powered by Belair" angeboten. Bei der Boeing 767-3Q8 ER soll im Frühjahr 2008 der Entscheid fallen, ob weiterhin als Belair, ebenfalls als Air Berlin "powered by Belair" oder gemäss der Konzern-Strategie als LTU "powered by Belair" geflogen wird.

 

Insolvenz von Air Berlin, das Ende von Belair Airlines

Am 13. Januar 2017 bestätigte die Unternehmensleitung, dass die Belair Airlines im Zuge der Air-Berlin-Umstrukturierung den Betrieb Ende Oktober 2017 einstellt wird. Am 15. August 2017 stellten der Mutterkonzern Air Berlin  den Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens und besiegelt somit das Ende von Belair gleich mit. Am 28.10.2017 musste Belair Airlines den Betrieb einstellen. Alle drei noch verbleibenden Aibus A321 wurden zu Niki transferiert, wo sie weiterbetrieben werden.

 

ZRH-Spotter