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Plangenehmigungsgesuch für GPS-Anflug Bodenstation eingereicht

09.07.2012

Am Flughafen Zürich sind GPS-Anflüge auf die Piste 14 unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die Flughafen Zürich AG und die Flugsicherungsorganisation Skyguide wollen das satellitengestützte Anflugverfahren jedoch weiter optimieren und haben deshalb beim Bundesamt für Zivilluftfahrt ein Plangenehmigungsgesuch für eine Bodenstation eingereicht.

Mittels einer auf dem Flughafenareal platzierten Bodenstation – einem so genannten GBAS (für „Ground Based Augmentation System“) – soll die Präzision des GPS-Signals nun zusätzlich erhöht werden. Entsprechend ausgerüstete Flugzeuge können zukünftig somit auch bei tiefliegenden Wolken oder bei schlechten Sichtverhältnissen mit GPS-Technologie anfliegen.

Die involvierten Partner Flughafen Zürich AG und Skyguide haben beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ein Plangenehmigungsgesuch für die erforderliche Bodenstation eingereicht. Der Baubeginn für die neue Anlage ist für Oktober 2012 vorgesehen. Im Frühjahr 2014 soll die Anlage versuchsweise in Betrieb gehen, um nach der erforderlichen Zertifizierung für den regulären Betrieb zugelassen zu werden.

Der Flughafen Zürich verfügt seit dem 10. März 2011 über einen satellitengestützten Anflug. Das moderne Anflugverfahren leitet Flugzeuge, die entsprechend ausgerüstet sind, mittels GPS-Technologie von Norden auf die Piste 14. Während die Technologie neu ist, bleiben die Flugrouten dieselben und die Flugzeuge folgen exakt den bestehenden Flugwegen. Deshalb wird das Verfahren auch als „Overlay“ bezeichnet. Es nutzt – ähnlich dem Navigationssystem im Auto – Satelliten zur genauen Positionsbestimmung. Flugzeuge folgen dabei einer Reihe fixer Wegpunkte im dreidimensionalen Raum. Im Unterschied zur Autofahrt muss die Navigation bei einem Anflug sicherheitstechnisch sehr viel präziser und zuverlässiger sein.

 

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