BAC

Flughafen Zürich für Schengen bereit

25.10.2008

Rechtzeitig vor dem Wechsel zum Winterflugplan 2008 in der Nacht von kommendem Samstag auf Sonntag nahmen heute eine Reihe neuer Infrastrukturen ihren Betrieb auf. Es sind dies die neue Einreisehalle, das umgebaute "Grüezi B", der dazwischen liegende Verbindungskorridor und die neuen Busgates B01-10. Diese Infrastrukturen gehören zu den Anpassungen, die im Rahmen der Einführung des Schengen-Abkommens mit weiteren Bauvorhaben im Projekt "Zürich 2010" zusammengefasst sind.

Die neuen Busgates mit zehn Gates erstrecken sich über eine Grundfläche von 2400 m2 und eine Wartefläche von rund 1000 m2 und bieten Platz für 800 Passagiere. Die Retail- und Gastrofläche sowie eine Smokers-Lounge nehmen insgesamt 340 m2 Raum ein. Die Gesamtkosten der Schengen-relevanten Projekte, die am 24. Oktober in Betrieb gehen, belaufen sich auf rund 50 Mio. CHF, wovon rund 16 Mio. CHF für den Bau der neuen Busgates investiert wurden. Stellvertretend für alle neuen Infrastrukturen fand im Gebäude der neuen Busgates eine Eröffnungsfeier in Anwesenheit von Thomas E. Kern, CEO Unique (Flughafen Zürich AG) statt.

Voraussichtlich ab Ende 2008 ist auch die Schweiz Teil des Schengen-Raums. Dies im Rahmen des Schengen-Abkommens. Dieses sieht vor, dass die Passkontrollen an den Landesgrenzen wegfallen und die Schengen- und Nicht-Schengen-Passagiere am Flughafen Zürich strikt getrennt werden müssen.

Weit reichende Massnahmen wie die strikte Trennung von Schengen- und Nicht-Schengen-Passagieren können an einem Flughafen jeweils nur auf einen Flugplanwechsel hin umgesetzt werden. Folglich werden die Schengen-Anpassungen wie die Trennung der Passagiere erst auf den Sommerflugplan Ende März 2009 umgesetzt. Unterschieden wird aber zwischen Infrastrukturen und Prozessen, also zwischen den Gebäuden, die für Passagiere gebaut werden und den Wegführungen, welche die Passagiere in den Gebäuden nehmen. Weil die Gebäude bereitstehen, werden sie bereits auf den Wechsel zum Winterflugplan 2008 in Betrieb genommen. Die Passagiere profitieren so schon heute von den neuen Infrastrukturen, obwohl die Schengen-Prozesse am Flughafen Zürich erst im Frühjahr umgesetzt werden.

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