BAZL befristet SkyWork-AOC bis Ende Oktober 2017

16.10.2017

BAZL befristet SkyWork-AOC bis Ende Oktober 2017

SkyWork Airlines steht vor dem Ende. Kann die Regionalairline bis in zwei Wochen kein frisches Geld auftreiben, stoppen die Behörden den Flugbetrieb. Es läuft bei SkyWork Airlines offenbar schon seit einigen Monaten nicht mehr gut. Man habe seit geraumer Zeit die Aufsicht über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Fluggesellschaft verstärkt, meldet das schweizerische Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL). Dabei sei vom Management der Airline jederzeit transparent über die Geschäftslage informiert worden, heißt es in einer Medienmitteilung vom 16. Oktober 2017 weiter. Wenn die Aufseher so vorgehen, ist das ein Alarmzeichen.

Keiner weiß das besser als SkyWork selbst. Nach einer waghalsigen Expansion in den Jahren 2011 bis 2015 stand die Fluggesellschaft bereits einmal unter verschärfter Aufsicht. Damals wurden 70 Millionen Franken verbrannt und die Fluglinie stand kurz vor dem Aus. Mit neuen Aktionären und neuem Management versuchte SkyWork Airlines 2015 den Neustart. Es gelang zunächst, den Betrieb zu stabilisieren und die Verluste zu reduzieren. Der Aufbau einer Basis in Basel und eine neue Partnerschaft mit KLM sollten Skywork zudem neue Kunden und Einnahmen bringen. Doch der Plan ging finanziell nicht auf. Kürzlich kündigte das SkyWork Airlines Management an, die Basis Basel zu schließen, um Geld zu sparen. Zudem wurden diverse Strecken per Winterflugplan 2017/18 aus dem Programm genommen. Auch das reichte nicht aus, um die Behörden zu überzeugen. Trotz intensiver Bemühungen konnte SkyWork bis zum aktuellen Zeitpunkt keinen gesicherten Finanzierungsnachweis für den kommenden Winterflugplan 2017/18 vorlegen. Deshalb hat das BAZL die Betriebslizenz nur noch befristet erteilt. Ende Oktober läuft sie aus. Das bedeutet, dass die Aufsicht daran zweifeln, dass SkyWork im kommenden Winter den Flugbetrieb noch sicher gewährleisten kann. Die Schweizer Regionalairline hat also nur noch zwei Wochen Zeit, um einen neuen Investor zu finden oder die alten Anteilseigner davon zu überzeugen, frisches Geld einzuschießen. SkyWork-Chef Martin Inäbnit meint nur: "Unser Fokus liegt zurzeit im Finanzierungsnachweis, den wir innerhalb der gesetzten Frist erbringen wollen. Daran arbeiten wir mit Hochdruck".

 

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